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Transfundierende Ärzte

Unterlagen zur Transfusion in der Universitätsmedizin Rostock

Transfusionsmedizinische Dienstanweisung, QM-Handbuch

Neufassung (2008) der transfusionsmedizinischen Dienstanweisung und des Qualitätsmanagementhandbuchs für die klinische Anwendung von Blutprodukten und Plasmaderivaten (beide Dokumente können nur vom internen Netz des Universitätsklinikums aus aufgerufen werden), gültig ab dem 1.3.2008. Formular "Meldung über eine Transfusionsreaktion" (PDF).

Anforderung Eigenblutspende

Die Anforderung für eine präoperative Eigenblutspende können Sie im PDF-Format herunterladen.

Erstellung von Blutgruppenbefunden außerhalb der regulären Dienstzeit

Zu Blutproben, die nachts von 19:00 bis 07:00 Uhr, an Samstagen, an Sonntagen und an Feiertagen bearbeitet werden, erhalten Sie in dieser Zeit nur dann Blutgruppenbefunde, wenn unmittelbar eine Transfusion erfolgt. Diese Befunde sind mit einem Stempelaufdruck als "vorläufig" gekennzeichnet. Am darauffolgenden Werktag erhalten Sie einen endgültigen Befund. Bitte ersetzen Sie stets den vorläufigen Befund durch den endgültigen in den Patientenunterlagen.

Chargenbezogene Dokumentation der Anwendung von Plasmaproteinen (§ 14 Transfusionsgesetz)

Im Universitätsklinikum Rostock wird die produktbezogene (chargenbezogene) Dokumentation von Plasmapräparaten durch die Zentralapotheke bis zur Kostenstelle der Station/Ambulanz sichergestellt. In den Einrichtungen der Krankenversorgung (Stationen, Ambulanzen, OP-Bereiche) ist die produktbezogene Dokumentation in einem Dokument fortzusetzen, das zu einem späteren Zeitpunkt die komplette Zuordnung aller verabreichten dokumentationspflichtigen Präparate  zu den Patienten erlaubt. Einlegeblätter (PDF) für den entsprechenden Dokumentationsordner sind mit fortlaufenden Seitennummern zu versehen und vollständig ausgefüllt zu verwahren. Weitere Einzelheiten zur Dokumentation von zellulären Blutprodukten und zu gefrorenem Frischplasma s. Abschnitt 1.10 der Transfusionsmedizinischen Dienstanweisung.

Einlegeblätter für die Dokumentation von gefrorenem Frischplasma für Einrichtungen mit in der Transfusionsmedizinischen Dienstanweisung benanntem Depot. Die ausgefüllten Blätter sind im Dokumentationsordner mit fortlaufenden Seitennummern zu versehen und vollständig ausgefüllt zu verwahren.

 

Blutproben für transfusionsserologische Untersuchungen

Wir erbitten EDTA-Blut für Blutgruppenbestimmungen, Antikörperscreening und serologische Verträglichkeitsprobe ("Kreuzprobe") im Rahmen der Routineversorgung. Bei Erwachsenen hierzu bitte 10 ml-EDTA-Entnahmebestecke verwenden. Bei seltenen Spezialfragestellungen werden nach Absprache ggf. nach wie vor Nativblutproben ohne gerinnungshemmende Zusätze untersucht.

 

Allgemeines

Dokumente, über die alle transfundierenden Arzte verfügen sollen

Wichtige Dokumente zur Transfusion von Blut und Blutbestandteilen sind mittlerweile "Online" verfügbar: In den Einrichtungen der Krankenversorgung (der Bundesrepublik Deutschland) werden allgemeine organisatorische Vorgaben für die Transfusion von Blutpräparaten durch das Transfusionsgesetz festgelegt, Einzelheiten zur Klinischen Hämotherapie werden in den Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) beschrieben (Neufassung erschienen 2010).

Der klinische Einsatz von Blutprodukten wird in den Querschnitts-Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten, herausgegeben vom Vorstand und wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer (4. Auflage, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, 2008), und den Konsensus-Empfehlungen zur Hämophiliebehandlung in Deutschland (Prof. Schramm) beschrieben.

Webseite der Bundesärztekammer mit Dokumenten zur Hämotherapie/Transfusionsmedizin.

Voten des Arbeitskreises Blut legen einzelne Verfahrensweisen bei der Herstellung und Anwendung von Blutpräparaten fest: der Arbeitskreis Blut "berät die Bundesregierung in Fragen der Sicherheit bei der Gewinnung und Anwendung von Blut und Blutprodukten". Hersteller von Blutpräparaten haben darüberhinaus die Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes (Fassung des PEI vom August 2007 mit Kennzeichnung der Änderungen, die sich durch das Gewebegesetz ergeben haben) einzuhalten.

In einem am 14. Juni 2006 verabschiedeten Votum (Nr. 34) des Arbeitskreises Blut wurde das Verfahren zur Rückverfolgung (Look-Back) gemäß Transfusionsgesetz aktualisiert. Bei entsprechenden Fällen (Verdacht einer Übertragung einer Hepatitis B-, Hepatitis C- oder HIV-Infektion durch Blutprodukte) ist der Transfusionsverantwortliche des Klinikums einzuschalten.

Weiterführende Informationen, die die Herstellung und Anwendung von Blutprodukten betreffen

 

  • Meldepflichten von Infektionskrankheitenvon Infektionskrankheiten: Infektionsschutzgesetz
  • Immunhämatologische Untersuchungen während der Schwangerschaft und Festlegungen zur Rhesusprophylaxe sind in den "Mutterschaftsrichtlinien" des Gemeinsamen Bundesausschusses niedergelegt
  • Gesetz über Medizinprodukte