Transfundierende Ärzte

Hämotherapie

Dokumente, die jede/jeder transfundierende Ärztin/Arzt kennen muss

Wichtige Dokumente zur Transfusion von Blut und Blutbestandteilen sind mittlerweile "Online" verfügbar: In den Einrichtungen der Krankenversorgung (der Bundesrepublik Deutschland) werden allgemeine organisatorische Vorgaben für die Transfusion von Blutpräparaten durch das Transfusionsgesetz festgelegt, Einzelheiten zur klinischen Hämotherapie werden in den Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) (PDF) beschrieben (Neufassung erschienen 2017 und Anpassungen 2019).

Der klinische Einsatz von Blutprodukten wird in den Querschnitts-Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten, herausgegeben am 21.08.2020 vom Vorstand und wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer, beschrieben.

Voten des Arbeitskreises Blut legen einzelne Verfahrensweisen bei der Herstellung und Anwendung von Blutpräparaten fest: der Arbeitskreis Blut "berät die Bundesregierung in Fragen der Sicherheit bei der Gewinnung und Anwendung von Blut und Blutprodukten". Hersteller von Blutpräparaten haben darüberhinaus die Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes (zuletzt geändert Juni 2020 mit Kennzeichnung der Änderungen, die sich durch das Gewebegesetz ergeben haben) einzuhalten.

In einem am 10. November 2020 verabschiedeten Votum (Nr. 48) des Arbeitskreises Blut wurde das Verfahren zur Rückverfolgung (Lookback) gemäß Transfusionsgesetz aktualisiert. Bei entsprechenden Fällen (Verdacht einer Übertragung einer Hepatitis B-, Hepatitis C- oder HIV-Infektion durch Blutprodukte) ist der Transfusionsverantwortliche des Klinikums einzuschalten.

Weiterführende Informationen, die die Herstellung und Anwendung von Blutprodukten betreffen

  • Meldepflichten von Infektionskrankheitenvon Infektionskrankheiten: Infektionsschutzgesetz
  • Immunhämatologische Untersuchungen während der Schwangerschaft und Festlegungen zur Rhesusprophylaxe sind in den "Mutterschaftsrichtlinien" des Gemeinsamen Bundesausschusses niedergelegt
  • Gesetz über Medizinprodukte

Abklärung des Verdachts auf eine Transfusionsreaktion

Für die Meldung von Transfusionsreaktionen verwenden Sie bitte nur noch die Funktion des "klinischen Auftrags" im SAP-System. Unter dem Reiter Transfusionsmedizin finden Sie dort den gleichnamigen Auftrag. Bitte füllen Sie nach dem Ausdruck der Blutprobenetiketten und Auftragsdokumente letztgenannte bitte vollständig aus und schicken diese zusammen mit den korrekt gefüllten Blutproben zu uns. So wird ein reibungsloser Ablauf inklusive Befundung sichergestellt.

Meldeformular zur Abklärung einer Transfusionsreaktion

Schulungsunterlagen: Anforderungen von Laborleistungen und Blutprodukten über SAP (Sept. - Nov. 2018, N. Greger)

Informationen zur bevorstehenden Umstellung der Anforderungen von Blutprodukten und den dazugehörenden Laborleistungen.

Unterlagen zur Transfusion in der Universitätsmedizin Rostock

Transfusionsmedizinische Dienstanweisung, QM-Handbuch

Transfusionsmedizinischen Dienstanweisung

Qualitätsmanagementhandbuchs für die klinische Anwendung von Blutprodukten und Plasmaderivaten
(beide Dokumente können nur vom internen Netz des Universitätsklinikums aus aufgerufen werden)

Formular "Meldung über eine Transfusionsreaktion" (aktualisiert 18.05.2021).

Welchen Konservennummern-Barcode auf den Blutbeuteln einscannen (patientenbezogene Produktdokumentation)?

Leider tragen die Produktetiketten der Blutbeutel mehrere Barcodes. Zu Ihrer Information zeigen wir Ihnen auf diesem Bild, welche Barcodes der von uns meist abgegebenen Blutpräparate (UMR, UMG, DRK NSTOB) Sie zur Dokumentation der "Konservennummer" einscannen müssen bei elektronischer Eingabe in DV-Systeme (Stand 16.5.2017). Alternativ können Sie natürlich nach wie vor mit den Service-Klebeetiketten auf Papier in der Krankenakte die patientenbezogene Produktdokumentation durchführen.

Chargenbezogene Dokumentation der Anwendung von Plasmaproteinen

(gem. §14 Transfusionsgesetz)

Im Universitätsklinikum Rostock wird die produktbezogene (chargenbezogene) Dokumentation von Plasmapräparaten durch die Zentralapotheke bis zur Kostenstelle der Station/Ambulanz sichergestellt. In den Einrichtungen der Krankenversorgung (Stationen, Ambulanzen, OP-Bereiche) ist die produktbezogene Dokumentation in einem Dokument fortzusetzen, das zu einem späteren Zeitpunkt die komplette Zuordnung aller verabreichten dokumentationspflichtigen Präparate  zu den Patienten erlaubt. Einlegeblätter (PDF) für den entsprechenden Dokumentationsordner sind mit fortlaufenden Seitennummern zu versehen und vollständig ausgefüllt zu verwahren. Weitere Einzelheiten zur Dokumentation von zellulären Blutprodukten und zu gefrorenem Frischplasma s. Abschnitt 1.10 der Transfusionsmedizinischen Dienstanweisung.

Einlegeblätter für die Dokumentation von gefrorenem Frischplasma für Einrichtungen mit in der Transfusionsmedizinischen Dienstanweisung benanntem Depot. Die ausgefüllten Blätter sind im Dokumentationsordner mit fortlaufenden Seitennummern zu versehen und vollständig ausgefüllt zu verwahren.

Erstellung von Blutgruppenbefunden außerhalb der regulären Dienstzeit

Zu Blutproben, die nachts von 19:00 bis 07:00 Uhr, an Samstagen, an Sonntagen und an Feiertagen bearbeitet werden, erhalten Sie in dieser Zeit nur dann Blutgruppenbefunde, wenn unmittelbar eine Transfusion erfolgt. Diese Befunde sind mit einem Stempelaufdruck als "vorläufig" gekennzeichnet. Am darauffolgenden Werktag erhalten Sie einen endgültigen Befund. Bitte ersetzen Sie stets den vorläufigen Befund durch den endgültigen in den Patientenunterlagen.

Blutproben für transfusionsserologische Untersuchungen

Wir erbitten EDTA-Blut für Blutgruppenbestimmungen, Antikörperscreening und serologische Verträglichkeitsprobe ("Kreuzprobe") im Rahmen der Routineversorgung. Bei Erwachsenen hierzu bitte 10 ml-EDTA-Entnahmebestecke verwenden. Bei seltenen Spezialfragestellungen werden nach Absprache ggf. nach wie vor Nativblutproben ohne gerinnungshemmende Zusätze untersucht.

Anforderung Eigenblutspende

Die Anforderung für eine präoperative Eigenblutspende können Sie im PDF-Format herunterladen.